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Samstag, 30. Januar 2021

Angst ist kein schlechter Ratgeber…

… sagte sich frühzeitig das Bundesinnenministerium.

In seinem internen Papier von Ende März 2020 (nachdem es u.a. seitens des Focus skandalisiert wurde, ist es aber auch offiziell im Netz ladbar) erfahren Sie unter Punkt 4 (S. 13), wie man bei der Bevölkerung (einschließlich Kindern) „gewünschte Schockwirkungen“ erreichen will. Siehe zur Entstehung des Papiers auch den hier genannten Aufsatz von Aya Velasquez.

Übrigens ist dieses „Panikpapier“ nicht zu verwechseln mit diesem umfangreicheren Papier, das ebenfalls aus dem Bundesinnenministerium stammt, jedoch eigenmächtig von einem hochrangigen Mitarbeiter verfasst und verbreitet wurde und dementsprechend Mitte Mai 2020 Furore machte. In der einleitenden Kurzfassung heißt es etwa: „Wir haben es aller Voraussicht nach mit einem über längere Zeit unerkannt gebliebenen globalen Fehlalarm zu tun. – Dieses Analyseergebnis ist von KM 4 auf wissenschaftliche Plausibilität überprüft worden und widerspricht im Wesentlichen nicht den vom RKI vorgelegten Daten und Risikobewertungen.“ – Also eine mutige Tat eines hochrangigen Beamten, öffentlich in der Zwischenzeit als Skurrilität abgetan, aber wer weiß wie man in ein paar Jahren darauf zurückblickt. Ich habe das Dokument und den Vorgang jedoch noch nicht gründlich zur Kenntnis genommen. Informieren sie sich über Stephan Kohn auf Wikipedia, über den Vorgang auf der Süddeutschen Zeitung oder der NZZ.

Eine persönliche Kleinigkeit noch zur „gewünschten Schockwirkung“: In verschiedenen Medien über den Einsatz von Bundeswehrsoldaten in Altenheimen, etwa in Oldenburg, wurde nebenstehendes dpa-Foto veröffentlicht. Als meine Mutter, ebenfalls in einem Oldenburger Altenheim lebend, mir vorher erzählt hatte, uniformierte (!) Soldaten seien ja jetzt im Heim, hatte ich dies ihrer Demenz zugeschrieben. Ein herzlicher Dank an die Soldaten für die Unterstützung – aber allen Ernstes: muss es in Uniform sein?



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